Tafel 6

Schacht Johannes

Standort: Einmündung der Straße Am Birkenwald in die Straße Am Ruhrort

Im Jahre 1870 teufte die Gewerkschaft Vereinigte General & Erbstollen hier im Bereich der Straßeneinmündungen Am Birkenwald/Am Ruhrort/Waldweg im Flöz Sonnenschein 87,5 m ü. NN den tonnlägigen Schacht Johannes ab. Der Schacht Johannes erreichte eine flache Teufe von 218 m. Er ging dabei weit unter die Sohle des Erbstollens (Nr. 3), die bei etwa 45 m flacher Teufe lag. Es wurde auf drei Tiefbausohlen abgebaut, deren dritte bei 213 m flacher Teufe lag. So konnte man auch im westlichen Teil der Berechtsame im Jahre 1871 den Tiefbaubetrieb unterhalb der Erbstollensohle aufnehmen. Das Flöz Sonnenschein wurde auf der Zeche General mit General Nr. 6, Wipsterz oder Großebank bezeichnet. Die im Schacht Johannes gewonnenen Kohlen der Flöze Sonnenschein, Wasserfall (General Nr. 6 oder Große Nebenbank) und Angelika (General Nr. 7) wurden auf der Generaler Pferdebahn (Tafel 9) zum Bahnhof Dahlhausen a. d. Ruhr transportiert. Die Zeche General hatte zu dieser Zeit auf ihren zwei Schachtanlagen Berger und Johannes eine Belegschaft von 812 Mann, von der 152.700 t Kohle gefördert wurden.
Schon 1875 musste nach starken Wassereinbrüchen der Betrieb wieder eingestellt werden. Die Flöze auf dem Nordflügel der Generaler Mulde sollten in Zukunft vom Schacht Berger (Tafel 25) gewonnen werden. Diesen Plan musste man aber bald wieder aufgeben, da auch auf Schacht Berger erhebliche Probleme mit der Wasserhaltung auftraten, die 1878 zur Stilllegung der Schachtanlage Berger führten.

Schacht Johannes  Profil Schacht Johannes

Grubenbild  Grubenbild Schacht Johannes

Karte Johannes  Karte Schacht Johannes