Tafel 29

Tunnel Baaker Mulde

Standort: östlich der Straße Am Röderschacht unterhalb der Straße Am Kirschbaum. Wegen Wildwuchses ist dieser Standort kaum begehbar.

Als der Bau der Eisenbahnstrecke Dahlhausen – Weitmar begonnen hatte, suchte die Zeche Johann Friedrich, die später in Baaker Mulde umbenannt wurde, einen Anschluss an diese Bahn. Dies ließ sich dadurch erreichen, dass die Zeche durch den nördlich vorliegenden Lindener Sattel eine Strecke trieb, die als Pferde-Förderbahn genutzt werden konnte. Vom Jahre 1869 an erfolgte der Versand der Kohlen über diese Förderbahn. Das Mundloch dieses Pferdebahntunnels befand sich ungefähr gegenüber der heutigen Gaststätte Gremmel, Munscheider Straße 166.
Im Zusammenhang mit der Erneuerung ihrer Tagesanlagen legte die Zeche Baaker Mukde im Jahre 1894 einen neuen normalspurigen Eisenbahnanschluss an die Eisenbahnstrecke Dahlhausen – Weitmar – Laer an. Der Anschluss wurde mit Hilfe eines 350 Meter langen Tunnels hergestellt. Das südliche Tunnelportal mit dem Zechennamen „Baaker Mulde“ und der Jahreszahl „1894“ in den Schlusssteinen ist noch erhalten, das nördliche Portal ist zugeschüttet und der identische Zechenname mit der Jahreszahl 1894 wurde im Eisenbahnmuseum aufgestellt. Hinter der Tafel ist die Eisenbahntrasse noch erkennbar. Das nördliche Portal ist zugeschüttet, die Trasse im Waldstreifen hinter der Tafel erkennbar.

Tunnel Baaker Mulde   Das nördliche Stollenportal vom dem Zuschütten 1982