Punkt 27

Schacht Roeder

Standort: Hattinger Straße/Am Röderschacht/Einmündung Am Kirschbaum

Zum Ankurbeln des Landabsatzes nach Norden und ins Münsterland teufte 1848 die Gewerkschaft des Hasenwinkel-Himmelscroner Erbstollens an der Nordseite dieser im Bau befindlichen Straße xxx dem Schacht Constanz August einen neuen Förderschacht ab, der zu Ehren des Hattinger Justizkommissars Roeder den Namen Schacht Röder oder Roederschacht erhielt. Nachdem er die Sohle des Hasenwinkel-Himmelscroner Erbstollens bei 72,20 m Teufe erreicht hatte wurde er mit dem bisher auf dem Schacht Theresia stehenden Pferdegöpel ausgerüstet und begann im Dezember 1848 mit der Förderung.
Schon im Jahre 1854 nahm hier die Zeche Friedlicher Nachbar ihren Anfang, indem sie den Schacht Roeder zuerst von der Gewerkschaft Hasenwinkel-Himmelscrone pachtete, dann aber kaufte. Die Gewerkschaft Friedlicher Nachbar baute den Pferdegöpel in eine Dampfgöpelförderung um nutzte ihn bis zur Fertigstellung ihres ersten Schachts 1870. Danach wurde er verfüllt und die Betriebsgebäude zu Wohnungen umgebaut.

Schacht Roeder   Schachtgebäude mit später eingebauten Wohnungen

Schacht Roeder   Situation heute