Tafel 24

Kohlensammelbahn

„Hasenwinkeler Kohlenweg“ Standort: Am Sattelgut, Einmündung der Straße Krampenhof

Die Vorläufer der Kohlensammelbahn waren um 1780 auf dieser Strecke ein Karrenweg und später eine Pferdeschleppbahn von den Sonnenschein-Hasenwinkeler Stollen zur Ruhr. Ab 1811 wurde die Strecke zur Zeche Hasenwinkel mit gusseisernen Schienen und Förderwagen mit gusseisernen Rädern ausgestattet. Im Mai 1838 wurden die Kohlen unter Tage bis zu den Schächten – auch die im Schacht Constanz August – in 8-Scheffelwagen zu Tage gehoben und von dort auf der Eisenbahn bis zur Kohlenniederlage an der Ruhr transportiert. 1863 war zum Anschluss an die durch die Zechen General und Hasenwinkel mitfinanzierte Eisenbahnstrecke Steele-Dahlhausen eine „Locomotivbahn“ vorhanden, die 1864/65 zur Normalspurbahn umgebaut wurde. 1868 erfolgte der Weiterbau über Weitmar zur Anschlussbahn Laer. 1870 wurde die Bahnstrecke durch die Bergisch Märkische Eisenbahnverwaltung übernommen. Mit der Stilllegung der angeschlossenen Zechen verlor der Bahnbetrieb seine Bedeutung und wurde im Jahre 1979 eingestellt. Heute verläuft der Wanderweg Dahlhausen-Weitmar auf der Bahntrasse, der ehemaligen „Kohlensammelbahn“ Dahlhausen – Weitmar – Laer – Langendreer. Ein rund zwölf Meter langes Gleisstück dokumentiert noch die Eisenbahntrasse.

Kohlensammelbahn   letzter Rest der ehemaligen Bahntrasse