Tafel 12

Schacht „Golgatha“

Standort: nördlich hinter dem Grundstück Hasenwinkeler Straße 217, zwischen der Hasenwinkeler Straße und der Straße Hohe Fuhr

Als sich im Jahre 1875 auf den Schächten Berger und Johannes die Wassereinbrüche häuften und in diesem Bereich auch die Kohlenvorräte zu Ende gingen, wurde 1875 östlich des Primus-Sprunges der Schacht 3 als Ersatz insbesondere für den tonnlägigen Schacht 1 „Berger“ in Dahlhausen, heute Am Alten General 24 (Punkt 25), als seigerer Schacht abgeteuft. Der Schacht 3 sollte Hauptförderschacht der Zeche General werden. Die Bergleute nannten den Schacht 3 „Schacht Goliath“ oder auch „Schacht Golgatha“.
Der Bergarbeiterdichter Heinrich Kämpchen, der bis zum großen Bergarbeiterstreik 1889 als Bergmann auf der Zeche Hasenwinkel arbeitete, dann wegen seiner führenden Rolle beim Streik seinen Arbeitsplatz verlor, hat in seinem Gedichtband „Was die Ruhr mir sang“ 1909 ein Gedicht auf den Schacht „Golgatha“ veröffentlicht und in ihm die vielen Grubenunglücke angeprangert.

Tafeleinweihung   Übergabe von Tafel 12

Heinrich Kämpchen  Heinrich Kämpchen